Der Michel - Hamburger St. Michaelis Kirche




 

Die Geschichte Hamburgs




Die Stadt an der Waterkant ist mit rund 1,8 Millionen Einwohnern die zweitgrößte Stadt in Deutschland. Der Hafen der Freien und Hansestadt Hamburg ist der größte Seehafen in Deutschland und der zweitgrößte in Europa, weswegen Hamburg auch als „Deutschlands Tor zur Welt“ bezeichnet wird.

Bereits im 4. Jahrhundert vor Christus existierte in der Gegend des heutigen Stadtgebiets eine Behausung namens Treva. Zwei Jahrhunderte später belebten die Sachsen den nordelbischen Raum. Karl der Große hielt es für notwendig, die Sachsen zu missionieren und erklärte den Ort Anfang des 9. Jahrhunderts zum Stützpunkt seiner missionarischen Arbeit. So entstand am Ufer der Alster die Hammaburg. Ein paar Jahre später erhielt die Pallisadensiedlung noch eine Kirche, die 834 zum Sitz des Erzbischofs Ansgar erklärt wurde.

Ihre Bedeutung als Stadt des Handels erlangte Hamburg im 12. Jahrhundert. Kaiser Barbarossa gewährte den Hamburgern 1189 das Privileg, Zoll zu erheben. Das betraf besonders die Handelsschiffe auf der Elbe und brachte den Hamburgern Wohlstand und später die Anerkennung als Freie Reichsstadt. Hamburg stieg bald zu einer bedeutenden Stadt im mittelalterlichen Städtebund Hanse auf und war fortan die Freie und Hansestadt Hamburg, dessen Hafen zum wichtigsten Umschlag für Güter aller Art wurde. Vom Hering bis zu Metallen war alles dabei, was in der damaligen Zeit begehrenswert war.

Berühmtheit erlangte die Stadt allerdings durch einen anderen Exportartikel. Beliebter als Heringe oder Pelze war das Bier, das der Stadt die Bezeichnung „Brauhaus der Hanse“ einbrachte. Graf Adolf der III. von Schauenburg war es, der 1188 am westlichen Ufer der Alster einen Hafen erbauen ließ. 1558 öffnete die Hamburger Börse als eine der ersten in Deutschland. Mit dem Opern-Theatrum wurde 1678 am Gänsemarkt das erste deutsche Opernhaus erbaut. Knapp hundert Jahre später (1767) wurde das Hamburgische Nationaltheater gegründet. Der Bau der Speicherstadt von 1881 bis 1888 ist Zeugnis für den florierenden Handel.

Die lange Geschichte der Stadt ist nicht nur eine Erfolgsgeschichte. Im Laufe der Jahrhunderte haben sich auch zahlreiche Katastrophen. Im Jahr 1350 war es die Pest, an der über 6.000 Menschen starben. Von 1806 bis 1814 war Hamburg von den Franzosen besetzt. 1842 vernichtete ein Brand die Hälfte der Altstadt und machte 20.000 Menschen über Nacht obdachlos. Weitaus katastrophaler waren die Schäden durch die Bombardierungen 1943, die 45.000 Menschen den Tod brachten und die Hälfte der Stadt zerstörten. In der jüngeren Geschichte war es die „große Flut“ von 1962, die Hamburg und weite Teile Norddeutschlands heimsuchte. 315 Menschen starben damals.

Erst mit Beginn des 20. Jahrhunderts entwickelte Hamburg sich zu einer Großstadt. Bekannte Stadtteile wie St. Pauli oder Altona lagen zuvor außerhalb der Stadtgrenzen. Die heutige Millionenstadt hatte 1850 nur 50.000 Einwohner. Das 20. Jahrhunderte brachte auch technische Neuerungen wie den Bau der U-Bahn, die 1912 zum ersten Mal genutzt wurde. Ebenfalls in diesem Jahr wurde erstmals ein Elbtunnel eröffnet.
Bis heute präsentiert Hamburg sich als weltoffene Stadt, in der Tradition und Moderne auf verträgliche Weise verknüpft sind. Die in den 1990er Jahren erbaute HafenCity steht für die Zukunft der Stadt, die den Bewohnern und den Besuchern eine Menge an Kultur und Sehenswürdigkeiten zu bieten hat.

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